Jesuit Volunteer Luis Lütkehellweg

lebt für ein FSJ seit Anfang August in Darjeeling, Indien

Vom Leben und Einleben in Darjeeling

Ich bin mittlerweile schon seit mehr als einer Woche in Darjeeling und man kann es schon so sagen: Langsam bin ich angekommen, habe mich hier mehr oder minder eingelebt und meine Tage hatten eine Routine:

Meine Tage haben eine kleine Routine bekommen


Morgens um 9 Uhr zum Morgengebet in die Kapelle, Frühstück, danach haben Theresa und ich ein bisschen Ball im Creche gespielt und dann gab es auch schon wieder Mittagessen. Nach dem Mittagessen hatten wir vier dann eigentlich Freizeit bis zum Abendessen, die recht unterschiedlich genutzt wurde. Teilweise haben wir diese aber im Zimmer verbracht, weil zumindest Mittwoch und Donnerstag ein recht starkes Gewitter mit dementsprechend starkem Regen und dementsprechend vielen Stromausfällen gewütet hat, für fast einen Tag waren sogar Mobilnetz und WLAN nicht zu gebrauchen. Also hieß es für Theresa und mich lesen, während Lara und Helene im Strive waren (uns beiden war es nachmittags ohne Bälle im Creche zu langweilig 😉 )

Die hart mit der Hand gewaschenen Klamotten wurden vom Regen leider wieder nass…

Die Nachmittage mit den anderen

Aber an einem Nachmittag haben wir auch einen Spaziergang gemacht und an zweien Lydia dabei geholfen, die Bibliothek zu verschönern, sodass bald eine Weltkarte und ein Pfau die Wände zieren dürfen. Am Donnerstag wurde noch der Mothers Day in der Hayden Hall groß gefeiert – es wurde gesungen, getanzt und im Anschluss bekam jede Mutter ein Geschenk von ihrem Kind. Lara hat da noch einen ausführlicheren Beitrag dazu verfasst.
Die Abende verbrachten wir noch unterschiedlicher.


Am Montag wurde eine Party mit ein paar Angestellten der Hayden Hall gefeiert, um uns vorzustellen, den Leuten für ihre Arbeit zu danken und um Father Pauls neuen Hund zu feiern. So gab es leckeres Essen, Nepalimusik und -Tanz und ein etwas Bier. Ich hatte auf jeden Fall viel Spaß und man hat schon einige Leute aus dem Team der Hayden Hall kennengelernt, auf super sympathische Weise.


Am Dienstag waren wir mit Lydia zuerst essen und dann im Kino. Es war ähnlich wie in der Kirche – nichts verstanden aber (fast) alles kapiert, denn Appa lief auf Nepali, aber Dialoge kamen generell eher weniger vor und bei Verständnisproblemen gab es ja immer noch Lydia, die den Film nicht zum ersten Mal geschaut hat. Der Film war auf jeden Fall ziemlich mit Bollywood vergleichbar – viel Gesinge und Getanze.


Die anderen Abende waren aber eher unspektakulärer, man kann ja auch nicht jeden Tag etwas ganz tolles erleben. Sie bestanden aus Essen und telefonieren. An einem Abend gab es wieder Momos, diesmal in vegetarisch, damit auch die anderen etwas davon haben und in selbstgemacht. Vielleicht schaffe ich es in einem Jahr auch, die Momos gut und schnell zu falten…bisher kann ich beides nicht von mir behaupten.

Bald fängt die Arbeit an


Wieso meine Tage lediglich eine Routine hatten und jetzt nicht mehr haben? Am Freitag fuhren wir nach Kalimpong, um Helene und Theresa in ihre Einsatzstelle zu bringen. Gestern Nachmittag waren Lara und ich dann wieder in Darjeeling, aber sehr lange werde ich hier auch nicht mehr bleiben, weil ich am Dienstag nach Sittong ziehe, das Dorf, zweieinhalb Autostunden von Darjeeling entfernt, in dem ich jetzt für ein Jahr leben und arbeiten werde. Ich bin auf jeden Fall gespannt, ihr dürft es auf jeden Fall auch sein!

Als es so klar war, dass wir den Kanchenjunga sehen konnten

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