Jesuit Volunteer Luis Lütkehellweg

lebt für ein FSJ seit Anfang August in Darjeeling, Indien

Vom Aufbrechen und Ankommen

Meine letzte Zeit in Deutschland für ein Jahr

Mittlerweile bin ich seit knapp 4 Tagen in Darjeeling.
Die letzte Zeit in Deutschland war sehr intensiv, jeder will sich verabschieden und ich will mich natürlich auch von jedem verabschieden, bin ja schliesslich ein Jahr weg. Ich habe die letzte Woche genutzt, um noch viel Zeit mit meinen Freunden zu verbringen, sei es auf dem Schützenfest, im Ferienlager und beim Bannerklau. Und das war gut so.

Bannnerklau

Auf nach Indien


Donnerstag ging dann um 11 Uhr der Flieger nach Dubai. Am Flughafen habe ich dann Lara und Theresa getroffen und mich von meiner Familie verabschiedet. Schon ein komisches Gefühl, Deutschland in diesem Moment für ein Jahr hinter sich zu lassen…

Dann ab durch die Sicherheitskontrolle und boarden, Start gen Dubai. Dort angekommen mussten wir 2,5h auf den Start des nächsten Fliegers nach Delhi warten, zum Glück gibts in Dubai gutes WLAN, um einmal Statusmeldungen an Familie und Freunde zu senden. Das gab es in Delhi für unseren knapp fünfstündigen Aufenthalt leider nicht, dafür aber Liegen, um ein bisschen zu schlafen, nachdem wir zum zweiten Mal mit der indischen Bürokratie in Verbindung gekommen waren. Diese soll nämlich noch schlimmer sein als unsere deutsche, und das durften wir schon bei der Beantragung unseres Visums erfahren: Alles muss gut dokumentiert sein, von Kontaktdaten der Eltern über etliche Dokumente der Jesuitenmission bis hin zu einer Bürgschaftserklärung und Fingerabdrücken, die Lara und mir nach unserem letzten Seminar noch einen schönen Tagesausflug nach Frankfurt bescherten. Ich bekam mein Visum dann recht schnell, Lara nicht. Man lese hier ihre kleine Anekdote zu ihrer Visumsodyssee.

Der erste Tag in der neuen Heimat


Doch wenn es mit dem Visum getan wäre, wäre es ja auch zu einfach. In Delhi mussten wir dann nach Indien einreisen und uns, je nach Mitarbeiter unterschiedlich vielen und unterschiedlich gut verständlichen Fragen stellen. Danach tat die Ruhe auf der Liege in der Abflughalle doch recht gut.


Um 8 Uhr morgens flogen wir dann weiter nach Bagdogra in Westbengalen. Theresa und ich konnten den wunderschönen Himalaya aus dem Fenster bestaunen, wahrscheinlich sogar einen Blick auf den Mount Everest erhaschen, obwohl ich eigentlich die meiste Zeit (sogar als das Essen kam, was Theresa netterweise für mich annahm) schlief. Das hörte auch nicht auf, als wir, nachdem wir den echt kleinen Flughafen erreicht hatten, 2,5 oder 3 Stunden nach Darjeeling in die Hayden Hall fuhren.
Was ich mitbekam: Wir fuhren vom doch eher flachen Land in die hohen Berge des Himalaya über schmale und laute Straßen, auf denen viele Autos den Aufkleber „Safe Drive Safe Life“ trugen. Meines Erachtens war das allerdings nicht so ihr eigentliches Motto, aber ich bin schließlich auch ein verklemmter Deutscher.


In Darjeeling angekommen wurden wir von Father Paul (der Leiter der Hayden Hall und der Gandhi Ashram School, an der Theresa arbeiten wird) erstmal mit dem begrüßt, was Darjeeling wohl am meisten ausmacht und auszeichnet begrüßt: Schwarztee. Den trinkt man hier glücklicherweise nur mit Zucker und nicht so viel mit Milch, wie das wohl in anderen Teilen Indiens der Fall sein soll. Dazu gab es auch Mittagessen, was genau weiß ich nicht mehr, aber Reis war auf jeden Fall dabei.

Darjeeling
Ausblick aus dem Esszimmer


Glücklicherweise konnten wir uns danach noch etwas Ruhe antun (ich hatte ja noch nicht genug geschlafen), bis wir zum Abendessen wieder in die Kommunität kamen, das erste Mal WLAN genießen konnten und danach wieder recht schnell einschlafen durften.

Ich habe hier mittlerweile schon ein bisschen mehr erlebt, habe mir aber gedacht, dass ich das, der Übersichtlichkeit halber, in einen weiteren Beitrag packen werde. Also hört ihr in Kürze auf jeden Fall wieder von mir!

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1 Kommentar

  1. Sven 10. September 2019

    Hey Luis! Super Post. So etwas brauche ich für den nächsten Nepomuk. Wir möchten exklusiv von Dir berichten. Kannst du ein bis zwei DIN A4 Seiten Text und Fotos an mich senden?
    Also warum FSJ in Indien? Schreib etwas vom Aufbruch. Was erwartet Dich dort? Was machst du dort?
    Danke und liebe Grüße Sven

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